Die Kapitänsbinde ist für jeden erkennbar


Der Kapitän einer Fußballmannschaft trägt an einem Oberarm eine Kapitänsbinde, auch der Begriff Spielführerbinde ist geläufig. Dabei handelt es sich um ein Band, das sich farblich vom Trikot unterscheidet.

Wie muss die Kapitänsbinde getragen werden?


In den meisten Fußballspielen tragen die Mannschaftskapitäne die Kapitänsbinde am linken Oberarm. Die Fußballregeln enthalten keine exakte Vorschrift darüber, an welchem Arm die Binde getragen werden muss. Es ist lediglich vorgeschrieben, dass es ein Oberarm ist. Vermutlich ist sie deshalb häufig am linken Arm zu sehen, weil die meisten Spielführer Rechtshänder sind und die Binde daher besser am rechten Oberarm befestigen können, als am linken.

Warum ist die Kapitänsbinde notwendig?


Während des Spiels muss erkennbar sein, wer der Spielführer einer Fußballmannschaft ist, denn er ist der Ansprechpartner für den Schiedsrichter. Aber auch für die Spieler der gegnerischen Mannschaft, für die Assistenten des Schiedsrichters und für die Zuschauer ist es wichtig, den Spielführer auf Anhieb erkennen zu können. Im Fußball gibt es nicht nur Spiele hochkarätiger Mannschaften, deren Mitglieder und Mannschaftskapitäne allgemein bekannt sind. Gerade in den unteren Ligen kennen sich die Spieler der gegnerischen Mannschaften nicht und sind daher darauf angewiesen, den Spielführer der gegnerischen Mannschaft auf einen Blick identifizieren zu können.

Eine Kapitänsbinde kann vielfältig farblich gestaltet sein


Es gibt keine Fußballregel, die exakt vorschreibt, wie eine Kapitänsbinde gestaltet sein muss. Ursprünglich war sie entweder schwarz oder weiß, abhängig von der Trikotfarbe, denn sie muss zur besseren Erkennbarkeit einen deutlichen Kontrast zum Trikot zeigen. Mit den Jahren wurden aber Fußballtrikots sehr individuell gestaltet und beschränken sich heute nicht mehr vorwiegend auf eine Farbe. Das Design der Fußballbekleidung hat sich auch auf die Kapitänsbinde ausgewirkt. Daher gibt es die Binde für den Oberarm inzwischen in allen möglichen Farben. Sie kann das jeweilige Vereinslogo tragen oder bei internationalen Begegnungen in den Nationalfarben gehalten sein.

Anbringung der Kapitänsbinde


Ursprünglich war die Kapitänsbinde ein einfaches Stoffband, denn es gab vor über hundert Jahren noch keine elastischen Stoffe. Das hatte den Nachteil, dass dieses Band während eines Spiels verrutschen konnte, was sich für den Spieler störend auswirkte. Später stellte man sie aus elastischen Materialien her, so dass die Gefahr des Verrutschens eingedämmt wurde. Das Anbringen der Kapitänsbinde war aber dennoch recht umständlich, denn sie musste über den Trikotärmel geschoben werden. Eine moderne Kapitänsbinde ist ein offenes Band mit einem Klettverschluss. Das hat nicht nur den Vorteil, dass die Binde leicht anzubringen ist, sondern der Wechsel für den Fall, dass der Mannschaftskapitän während des Spiel ausgewechselt werden muss, ist schnell und unkompliziert möglich. Nicht alle Spieler einer Fußballmannschaft haben dieselbe Oberarmweite. Dank der Entwicklung einer Kapitänsbinde mit Klettverschluss passt sie sich jedem Spieler exakt an.